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Frierst du immer? Diese Nährstoffe helfen deinem Körper aufzuwärmen!

Menschen sind generell keine kälteresistente Spezies, aber für stark kälteempfindliche Menschen können kalte Tage und Regionen eine echte Tortur sein! Wir können zwar unsere Gene nicht so verändern, dass uns ein wärmendes Fell wächst, aber wir können unsere Wärmeregulierung mit Nährstoffen optimieren, um kältetoleranter zu werden!

Dies ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Den Original-Artikel findest du hier.

Der Mensch kommt mit Kälte nicht so gut zurecht wie Arten, die an kältere Klimazonen angepasst sind. Der Grund dafür ist, dass wir eine tropische Spezies sind und körperlich weitgehend immer noch an warmes Klima angepasst sind (siehe hier). Daher leben die Menschen in gemäßigten oder kälteren Gebieten eigentlich außerhalb ihres natürlichen Lebensraums.

Aber glücklicherweise kann man die eigene Kältetoleranz erhöhen, indem man die Nährstoffe optimiert, welche and der Thermoregulation beteiligt sind – und bei Mängel zu Kältempfindlichkeit führen!

In diesem Artikel geht es nicht um Lebensmittel wie Ingwer und Suppen, die in der kalten Jahreszeit direkt wärmend wirken, sondern um die Stärkung und Optimierung der körpereignen biochemischen “Thermo-Leistung” durch gezielte Nährstoffe.

Nutrients needed for thermoregulation

Der allgemeine Gesundheitszustand hat einen Einfluss darauf zu haben, wie man sich in der Kälte fühlt. Diese Erkenntnis deckt sich mit der Tatsache, dass viele Menschen eine bessere Kältetoleranz erfahren wenn sie gesünder Leben.

Um die Kältetoleranz zu verbessern, müssen wir uns gezielt mit denjenigen Nährstoffen befassen, die an der Wärmeregulierung beteiligt sind. Überraschenderweise sind einige davon gerade in kälteren Regionen oft knapp vorhanden in der Umwelt on Lebensmitteln!

Wichtige Nährstoffen für eine bessere Wärmetoleranz:

  • Jod
  • Selen
  • Magnesium
  • Vitamin D and Sonne
  • Nährstoffe von Tropischen Früchten
  • Umweltbelastungen und Alltags-Toxine meiden

Jod

Menschen mit Jodmangel berichten häufig über Kälteunverträglichkeit. Das ist nicht überraschend, denn die Jodzufuhr ist der Schlüssel zur Wiederherstellung einer Schilddrüsenunterfunktion, die ein Hauptgrund für eine unzureichende Thermoregulation und eine geringe Kältetoleranz ist. Leider ist der Jodmangel in der Nahrung und in der Umwelt weit verbreitet. Zwar nicht in dem Maße, dass sich ein Kropf entwickelt, aber doch nicht genug für eine optimale Funktion. Dieses Problem hat sich durch die zunehmende Verwendung von natürlichem, nicht jodiertem Salz, wie rosa Himalaya-Salz oder Meersalz, verschärft. Es gibt jedoch bessere Möglichkeiten als jodiertes Speisesalz: Hochwertige Meeresalgen (Kelp, Braunalge, Dulce) sind eine natürliche Jodquelle, bei der dieses organisch gebunden ist. Achte darauf, dass der Jodgehalt des Kelps oder anderer Algen auf dem Produkt angegeben ist.

Selen

Selen ist für die Regulierung der Schilddrüsenhormonaktivität erforderlich. Selen ist Teil der Enzyme – Deiodinasen – die die Aktivierung der Schilddrüsenhormone regulieren. Selen und Jod wirken also zusammen. Wenn du in Selen-armen Gebieten leben (Europa!), kannst du Selen auf natürliche Weise mit 1-2 Paranüsse (Brazil Nuts) ergänzen. Diese enthalten in der Regel genug Selen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken. Achte darauf, dass der Selengehalt auf der Packung angegeben ist.

Magnesium

Es ist seit langem bekannt, dass Magnesium eine entscheidende Rolle bei der Thermoregulation spielt, einschließlich der Toleranz gegenüber Hitze und Kälte. Magnesiummangel führt zu kalten Händen und Füßen, die sich in warmen Decken kaum erwärmen. Nahrungsergänzungsmittel aus Korallen (Sango-Koralle oder Ur-Koralle) sind eine natürliche Möglichkeit, Magnesium und Kalzium synergetisch zuzuführen. Andere bioverfügbare Magnesiumformen sind Magnesiummalat- oder Glycinatpräparate.

Vitamin D and Sonne

Vitamin D hängt zwar nicht direkt mit der Wärmeregulierung zusammen, aber in sonnenarmen Gegenden ist es ein wichtiger Faktor für allgemein gute Gesundheit. Wann immer Sie können, sollten Sie sich also der Sonne aussetzen. Allerdings ist die Sonne im Winter oder in hohen Breitengraden möglicherweise nicht intensiv genug, um eine wirksame Vitamin-D-Produktion zu gewährleisten, insbesondere bei dunkleren Hauttypen. Ein hochwertiges Sonnenstudio, das UV-Licht liefert, kann eine Lösung für die Vitamin-D-Produktion sein. Eine Vitamin-D3-Ergänzung ist die nächstbeste Lösung, wie Don Bennett, ein wissenschaftlich fundierter Experte für Rohkost und artgerechte Ernährung, erklärt. Vitamin D3-Ergänzungen werden am besten mit Vitamin K2 und Magnesium kombiniert, da sie synergetisch wirken.

Nährstoffe von tropischen Früchten

Esse eine Menge an reifen, tropischem Früchte, wenn immer diese verfügbar sind! Tropische Früchte sind nicht nur generell sehr nahrhaft – sie enthalten den “perfekten Nährstoffmix” und chemische Zusammensetzung für unseren Organismus: Der Mensch ist ursprünglich ein Frugivore (Fruchtfresser) und die direkten Vorfahren stammen aus dem tropischen Afrika. Tropische Früchte sind also ursprünglicherweise Hauptbestandteil unserer art-spezifischen Nahrung – und auch heute sind wir noch immer perfekt daran angepasst! Diese Früchte sind daher sehr wirkungsvoll, wenn es darum geht, die Gesundheit zu optimieren. In der kalten Jahreszeit kann man Smoothies mit Bananen und gefrorenen Früchten (z. B. Açai-Beeren-Bowl) in Ihren Speiseplan integrieren.

Glücklicherweise können wir heute das ganze Jahr über auf tropische Früchte wie Bananen und Mangos zugreifen. Litschis zum Beispiel haben sogar im Dezember Saison und werden in die ganze Welt exportiert.

Umweltbelastungen und Alltags-Toxine meiden

Neben der Optimierung der “Thermonährstoffe” können Sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Ihr Wintererlebnis zu verbessern: Imitieren Sie einen tropischen Lebensraum, um sich im Winter besser und gesünder zu fühlen, z. B. durch einen Besuch in einem Spa und eine fruchtreiche Ernährung. Vermeiden Sie aber auch schädliche Stoffe aus dem modernen Leben. So können beispielsweise Halogene wie Fluorid und Bromid das Jod verdrängen. Aber es gibt unzählige synthetische Toxine in unserem Alltag, denen wir ausgesetzt sind und die unsere allgemeine Gesundheit beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, bei allem, was man tut, einen natürlichen Ansatz zu verfolgen.

Die Idee einer “Rekonstruktion der ökologischen Nische unserer Vorfahren” besteht darin, diejenigen Umweltbedingungen und Ernährung zu imitieren, an die wir angepasst sind – mit dem Ziel, die Funktionalität des Körpers zu optimieren. Das bedeutet, den Körper mit artgerechter Ernährung und anderen Umweltfaktoren zu versorgen, die in kalten Umgebungen fehlen, ihn aber auch vor neueren künstlichen bioaktiven Chemikalien zu schützen, an die sich der Körper durch eine effektivere Entgiftung noch nicht anpassen konnte. Und ja, giftige Chemikalien können eine negative, selektive Evolutionskraft sein, die auf den Menschen einwirkt, wenn sie das Überleben und die Fortpflanzung beeinflussen (was mittlerweilen leider bei immer mehr Menschen der Fall ist).

Lebensmittel zur Verbesserung der Thermoregulation

Funktionelle Lebensmittel, die Ihre Kältetoleranz erhöhen können:

  • Kelp, Braunalge, Dulce
  • Gras-Saft-Pulver
  • Reife tropische Früchte
  • Paranüsse
  • Colostrum and Rohmilch-Käse aus Demeterhaltung

Zweifellos haben Milchprodukte einen schlechten Ruf – und das nicht ohne Grund! Aber es gibt auch Situationen wo man Rohmilchprodukte (bester Qualität) gezielt für die Gesundheit einsetzen kann: In kalten Regionen ermöglichten rohe Milch, Käse und Joghurt den dortigen Einheimischen das Überleben. Diese Lebensmittel enthalten Nährstoffe, die außerhalb der Tropen und bei einer roh-veganen nur schwer abzudecken sind (hier mehr darüber). Dies sind insbesondere die fettlöslichen Vitamine D, K2 und A. Aber auch Vitamin B12, bioverfügbares Kalzium und Jod.

Um es klar zu stellen: Käse ist offensichtlich kein artgerechtes Lebensmittel für unsere Spezies, aber es kann als ein funktionelles Lebensmittel dienen. Insbesondere in kalten Klimazonen, wo eine erfolgreiche fruchtbasierte Ernährung eine Herausforderung darstellt, können die Nährstoffe manchmal hilfreich sein.

Ohne Zweifel müssen wir auf leid-erzeugende Milchindustrie aufmerksam machen und diese Produkte vermeiden! Aber wir können das Wissen unserer Vorfahren und die zahlreichen Heilungsgeschichten über hochwertige, rohe Milchprodukte, wie dieses schöne Zeugnis, nicht völlig ignorieren (video in englisch):

Fruchtbasierte, artgerechte Ernährung richtig gemacht

Weitere Informationen über wichtige Nährstoffe und Nahrungsergänzung, sowie artgerechte Ernährung und Gesundheit findest du im gratis Guide:

Gehe zu: Fruchtbasierte Ernährung Guide

References

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